Wenn alles zu viel wird – Überforderung verstehen
Manchmal fühlt sich der Alltag an, als würde alles gleichzeitig auf uns einprasseln: Verpflichtungen, Erwartungen, innere Ansprüche, Sorgen. In solchen Momenten kann das Gefühl entstehen, dass nichts mehr geht – und dass man selbst „zu schwach“ ist. Überforderung ist jedoch kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal: Etwas ist gerade zu viel.
Was Überforderung eigentlich ist
Überforderung entsteht, wenn die Anforderungen – von außen oder von innen – größer sind als die Ressourcen, die im Moment zur Verfügung stehen. Das kann durch akute Krisen, anhaltenden Stress, Konflikte, innere Zweifel oder alte Belastungen verstärkt werden. Oft merken wir erst spät, wie sehr uns etwas zusetzt, weil wir lange „funktioniert“ haben.
Typische Anzeichen von Überforderung
Überforderung kann sich ganz unterschiedlich zeigen, zum Beispiel durch:
- Erschöpfung und Müdigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- innere Unruhe oder Anspannung
- das Gefühl, nichts mehr im Griff zu haben
- Rückzug oder Gereiztheit
Viele Menschen machen sich dann zusätzlich Vorwürfe – und genau das verstärkt den Druck.
Warum es so schwer ist, sich einzugestehen - „Es ist zu viel“
Sich einzugestehen, dass etwas zu viel ist, fällt vielen schwer. Häufig stehen dahinter Sätze wie: „Ich muss das schaffen“, „Andere haben es schwerer“ oder „Ich darf nicht schwach sein“. Doch Überforderung ernst zu nehmen, ist kein Aufgeben, sondern ein erster Schritt in Richtung Entlastung.
Ein erster Schritt
Wenn Sie merken, dass vieles zu viel geworden ist, kann es hilfreich sein, das nicht länger alleine mit sich auszumachen. Schon das Aussprechen – in einem geschützten Rahmen – kann für Sie entlastend sein und neue Klarheit bringen.
Wenn Sie sich in diesen Zeilen wiederfinden und sich Unterstützung wünschen, begleite ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch. Gemeinsam können wir schauen, was Sie gerade belastet und welche Schritte hilfreich sein könnten.